"Mein Weg mit dir" – Passionsspiele vom 28.02. bis 03.04.2015
"Mein Weg mit dir" – Passionsspiele vom 28.02. bis 03.04.2015
"Mein Weg mit dir" – Passionsspiele vom 28.02. bis 03.04.2015

Mein Weg mit Dir

Unter diesem Leitthema möchten wir Sie einladen, im Zeitraum vom 28. Februar bis zum 3. April 2015 die Passionsspiele in Kelmis zu besuchen. Das Passionsspiel wird in  Kelmis seit 1936 im 7-jährigen Rhythmus nunmehr zum 12. Mal zur Aufführung gebracht.  Jedes Wochenende finden 2 Aufführungen statt (samstags um 19 Uhr, sonntags um 15 Uhr). In Kelmis stellen sich 130 Darsteller und Helfer der Herausforderung, das Leben und Sterben Jesu in beeindruckenden Bühnenbildern eindrucksvoll darzustellen.

Die rund 10.000 Einwohner zählende Gemeinde Kelmis ist Teil der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Sie liegt im Tal des Baches Göhl am sogenannten „Dreiländereck“ in der unmittelbaren Nachbarschaft von Aachen. Der Aufführungsort „Festsaal Patronage“ liegt nur 2 km von der Stadtgrenze von Aachen entfernt und ist mit dem PKW oder mit dem öffentlichen Personennahverkehr von Belgien und Deutschland aus gut erreichbar.

Unser Leitthema „Mein Weg mir Dir“

Seit vielen Jahren berührt die Passion Christi viele Zuschauer aus nah und fern. Die Geschichte der letzten Tage Jesu ist so alt wie unsere Zeitrechnung. Sie handelt von Unrecht, Wut und Verzweiflung, aber auch von Liebe und Vertrauen, von Gefühlen und Zuständen, die auch uns auf unserem Lebensweg begleiten und berühren.

Welchen Weg bin ich bisher gegangen? Auf welchen Weg haben mich andere gedrängt? Möchte ich meinen Weg gerne ändern? Mag sein, dass ich meinen Weg im Leben noch nicht gefunden habe, dass ich noch auf der Suche bin oder dass ich gerade dabei bin, einen neuen Weg zu gehen… einen Weg mit Gott?

Wenngleich die Passionsgeschichte vielen bestens bekannt ist, bietet unsere Inszenierung der Spiele doch eine Vielzahl an ewig aktuellen Bezügen und neue Anreize zum Nachdenken.

Mit der Passion 2015 wollen wir alle Besucherinnen und Besucher mit auf den Weg nehmen. Und gleichzeitig soll das „Heilige Spiel“ den Lebensweg der Menschen von heute aufzeigen. Sie werden sich wiederfinden in den „Streitereien des Hohen Rates“, im „Zorn der aufgebrachten Volksmenge“ oder in der „Sanftmut der trauernden Frauen“.

Und damals wie heute gab und gibt es Mitläufer und Querdenker, Intriganten und Sympathisanten, Menschen, die „ihren“ Weg gehen, Menschen wie „du“ und „ich“.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei den Passionsspielen in Kelmis und hoffen, dass auch Sie die Botschaft Jesu mit in den Alltag nehmen, mit auf Ihrem „Weg durchs Leben“.

Die Spielleitung


Grußwort

pohlenMit einem herzlichen Gruß möchte ich Sie einladen, die diesjährigen Passionsspiele in Kelmis mitzuerleben. Wir leben in einer Zeit der Bilder; hier kann diese Darstellung der entscheidenden Stunden im Leben Jesu ein ganz besonderer Beitrag sein. Vielleicht schauen viele Menschen nicht mehr in eine Bibel, um heilige Texte zu lesen, und doch lassen sie sich ansprechen von der Botschaft des Evangeliums. Ihre Darstellung in lebendigen Bildern und Dialogen möchte Kinder und Jugendliche, Erwachsene allen Alters ansprechen und berühren. Die lebendige Ausmalung von biblischen Szenen in der Krippendarstellung und im Kreuzweg geht auf eine Zeit zurück, da das Bild die einfachsten Menschen ansprechen konnte. Franz von Assisi hat da maßgebend mitgewirkt als Inspirator und auch in der konkreten Verwirklichung. Hier kann uns der  Papst in Rom, der ja bewusst den Namen Franziskus gewählt hat, ein Ansporn sein, mit dem „Armen aus Assisi“ auf den leidenden und doch siegreichen Heiland zu schauen, wie er diesen schweren Weg geht und warum. Zugleich wirft die Passion des Herrn einen Blick auf die unzählbaren Leidenden in unserer Welt, in unserer Umgebung.

Die Laiendarsteller dieses eindrucksvollen Geschehens haben sich monatelang vorbereitet. Die Ausmalung der Bühnenbilder und die technische Unterstützung sind zu einem wunderbaren Resultat gekommen. Nun bleibt noch die wichtigste Seite: Ihre interessierte Mitwirkung als Zuschauer. Sie sollen jedoch vom einfachen Schauen zur inneren Betrachtung finden können, zum Ergriffenwerden durch den Mann aus Nazareth und seiner Botschaft vom ,,Liebenden Gott", der in Jesus den schweren Weg geht, um uns alle von seiner Liebe zu überzeugen, einer Liebe, die das Böse überwindet und den Tod nicht zu scheuen braucht. Diese Liebe will allerdings nicht bewundert werden, sondern in den Zuschauern Wurzeln schlagen und hineinwirken in unsere Zeit und Welt.

„Passio Christi“, Leidensweg des Herrn, Weg der Leidensschaft des Herrn für dich und mich und für jeden Menschen seiner Gnade und Liebe. Seien Sie uns sehr herzlich willkommen.

Jean Pohlen, Pastor


Vorwort


goebbelsSeit jeher ist das Leiden Christi historischer Stoff für Aufführungen jeglicher Art.

Selbst in der heutigen multimedialen Welt mit einer hochaufgelösten Filmtechnik sind Passionsspiele noch immer die beeindruckendste Variante, die Grundlage des christlichen Glaubens darzustellen.

Es gilt, auch bei  jüngeren Menschen für dieses seit den Vorkriegsjahren stattfindende „Event“ -  so beschreibt man heute großartige Ereignisse - Interesse zu wecken. Denn der christliche Glaube ist die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben innerhalb von Gemeinschaften und zwischen den Völkern dieser Erde.

Die Kelmiser sind stolz, diese 12. Aufführung wiederum mit eigenen Mitteln und Kräften realisieren zu können. Die Vorbereitungen sind voll im Gange und als Bürgermeister freut es mich, dass Kelmis mit den Passionsspielen erneut zahlreiche Menschen von fern und nah anziehen wird.

Viel Erfolg und ein herzliches Dankeschön für das Engagement aller Beteiligten!

Louis Goebbels, Bürgermeister


Liebe Christen des Bistums Lüttich,delville

mit Begeisterung lade ich Jede und Jeden ein, den Vorführungen der Passionsspiele in Kelmis beizuwohnen und sie mitzuerleben im Jahre 2015.

Alle sieben Jahre bieten Laiendarsteller aus Kelmis diese Spiele an, die eng mit den Evangelientexten der Bibel verknüpft bleiben. Die Passion Jesu ereignete sich vor fast 2000 Jahren, aber sie ist immer noch aktuell im Blick auf die vielen leidenden Menschen heute in allen Teilen unserer Welt. 

Wie dem Leid begegnen? Wie gegen das Leid angehen? Wie unserem Tod begegnen? Selbst die Jünger haben Jesus damals im Stich gelassen. Nur Maria und die Frauen standen am Fuße des Kreuzes Jesu. Und auch sie waren die ersten Zeuginnen der Auferstehung des Herrn am Ostermorgen. Lassen wir uns führen und leiten von diesem packenden Bericht, so alt, und doch sogleich so aktuell und lebensnahe.

Jean Pierre Delville, Bischof von Lüttich